Exchange 2007 Postfach in PST exportieren – ExMerge und Export-Mailbox erklärt
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Zusammenfassung:
It is really convenient to export from your Microsoft Exchange Server using newmailboxexportrequest command from your PowerShell window except if you have Exchange 2007. The command works without additional configuration and software only if you have Microsoft Exchange Server 2010 and higher. Here is the step by step guide to export a mailbox to PST if you have Exchange 2007.
Wichtiger Hinweis: Exchange Server 2007 hat am 11. April 2017 sein End-of-Life erreicht und erhält keine Sicherheitsupdates mehr von Microsoft. ExMerge wird seit Exchange 2007 SP1 nicht mehr offiziell unterstützt. Dieser Artikel dokumentiert die historischen Exportmethoden für Administratoren, die noch Legacy-Umgebungen betreiben oder migrieren. Für aktive Umgebungen empfiehlt Microsoft den Wechsel zu Exchange 2016, 2019 oder Microsoft 365.
Der Befehl New-MailboxExportRequest (PowerShell) ist die standardmäßige Methode, um Postfächer in PST zu exportieren – allerdings erst ab Exchange Server 2010. Für Exchange 2007 gab es zwei alternative Methoden: ExMerge und den Export-Mailbox-Cmdlet (ab Exchange 2007 SP1). Dieser Artikel erklärt beide Methoden Schritt für Schritt.
Kurzantwort:
ExMerge war das klassische Export-Tool für Exchange 2000/2003, funktioniert aber auch eingeschränkt mit Exchange 2007 (mit 2-GB-Limit und ohne Server-Support). Ab Exchange 2007 SP1 ist Export-Mailbox die bessere, leistungsstärkere Alternative. Beide Methoden erfordern einen separaten 32-Bit-Client-Rechner.
Voraussetzungen und Überblick
Anders als bei Exchange 2010 und später gibt es bei Exchange 2007 keinen nativen New-MailboxExportRequest-Befehl. Der Export muss über einen separaten Client-Rechner durchgeführt werden, nicht direkt auf dem Exchange Server selbst.
Gemeinsame Voraussetzungen für beide Methoden:
- Ein separater Windows-Client-Rechner (nicht der Exchange Server selbst). Unterstützte Betriebssysteme: Windows 7 (32-Bit) oder Windows Server 2008 (32-Bit).
- 32-Bit-Version der Exchange Server 2007 Management Tools auf dem Client-Rechner installiert.
- 32-Bit-Version von Microsoft Outlook (2003 SP2 oder höher) auf dem Client-Rechner installiert.
- Administratorrechte in der Exchange-Umgebung.
- Aktive Postfächer sollten vor dem Export ggf. auf eine temporäre Adresse umgeleitet werden, damit während des Exports keine neuen E-Mails eingehen.
Hinweis: Windows XP wird als Client-Betriebssystem nicht mehr empfohlen, da es seit 2014 kein Support-Ende hat. Verwenden Sie stattdessen Windows 7 (32-Bit) oder Windows Server 2008 (32-Bit).
Methode 1 – Export per ExMerge (Exchange 2007)
ExMerge war das Standardtool für Exchange 2000 und 2003. Es funktioniert eingeschränkt auch mit Exchange 2007, ist jedoch nicht offiziell von Microsoft unterstützt und hat folgende Einschränkungen:
- 2-GB-Größenbeschränkung pro PST-Datei.
- Geringere Performance als Export-Mailbox.
- Kann nicht direkt auf dem Exchange 2007 Server ausgeführt werden.
- Nicht unterstützt ab Exchange 2007 SP1 (ExMerge kann gesperrt werden).
Schritt 1 – Berechtigungen einrichten
Da ExMerge nicht auf dem Exchange Server läuft, müssen die nötigen Berechtigungen über Active Directory und die Exchange Management Console eingerichtet werden.
- Erstellen Sie in Active Directory eine neue Sicherheitsgruppe mit dem Namen ExMerge.
- Fügen Sie den Exportbenutzer (z. B. ein dedizierter Serviceaccount) zur Gruppe ExMerge hinzu.
- Hinweis: Der Benutzer darf keine administrativen Rollen in Exchange haben, da dies zu Konflikten führen kann.
- Öffnen Sie die Exchange Management Console, navigieren Sie zu Organisationskonfiguration, klicken Sie mit der rechten Maustaste im Aktionsfenster auf Exchange-Administrator hinzufügen.
- Fügen Sie die Gruppe ExMerge hinzu und weisen Sie ihr die Rolle Exchange Nur Ansicht-Administrator zu. Schließen Sie den Assistenten ab.
- Starten Sie den Exchange Server neu, damit die Berechtigungen wirksam werden.
Schritt 2 – Berechtigungen per PowerShell vergeben (Alternative zur EMC)
Exchange 2007 unterstützt PowerShell. Die Berechtigungen können alternativ auch per Shell gesetzt werden:
Ansichtsberechtigungen für die ExMerge-Gruppe vergeben:
Add-ExchangeAdministrator -Identity ‘domain.local/Users/ExMerge’ -Role ‘ViewOnlyAdmin’
SendAs- und ReceiveAs-Berechtigungen auf den Postfachspeicher vergeben:
Get-MailboxDatabase -identity “SRV-001\First Storage Group\MailboxDatabase” | Add-ADPermission -user “domain\ExMerge” -ExtendedRights Receive-As, Send-As
Schritt 3 – ExMerge ausführen
- Stellen Sie sicher, dass ExMerge.exe und ExMerge.ini im Bin-Ordner des Exchange Servers vorhanden sind.
- Führen Sie ExMerge vom separaten Client-Rechner aus, nicht vom Exchange Server selbst.
- Wählen Sie das Quellpostfach und den PST-Zielordner.
- Starten Sie den Export. Bei Postfächern über 2 GB müssen Sie den Export auf mehrere PST-Dateien aufteilen.
Methode 2 – Export per Export-Mailbox-Cmdlet (Exchange 2007 SP1+)
Ab Exchange 2007 SP1 steht der Export-Mailbox-Cmdlet zur Verfügung. Er ist leistungsstärker als ExMerge, hat keine 2-GB-Beschränkung und unterstützt detaillierte Filteroptionen.
Voraussetzungen für Export-Mailbox
- Separater 32-Bit-Client-Rechner mit Windows 7 oder Windows Server 2008 (32-Bit).
- Exchange Server 2007 Management Tools (32-Bit) auf dem Client installiert.
- 32-Bit-Outlook 2003 SP2 oder höher auf dem Client installiert.
- Vollzugriffsrechte für das zu exportierende Postfach.
Schritt 1 – Vollzugriff auf das Postfach gewähren
Erteilen Sie dem exportierenden Benutzer Vollzugriff auf das Zielpostfach per PowerShell:
Get-Mailbox –Identity <E-Mail-Addresse> | Add-MailboxPermission–User <Exportbenutzer> -AccessRights FullAccess
Alternativ über die Exchange Management Console: Empfängerkonfiguration > Postfach, Rechtsklick auf das Postfach > Vollzugriffsberechtigungen verwalten > gewünschten Benutzer hinzufügen.
Schritt 2 – Postfach in PST exportieren
Vollständigen Postfachinhalt exportieren:
Export-Mailbox -Identity <emailaddresstoexport> -PSTFolderPathC:\PSTFiles\export.pst
Der Export-Mailbox-Cmdlet unterstützt zusätzlich folgende Filter, um nur bestimmte Inhalte zu exportieren:
- -StartDate / -EndDate: Nur E-Mails aus einem bestimmten Zeitraum exportieren.
- -SubjectKeywords: Nur E-Mails mit bestimmten Stichworten im Betreff.
- -ContentKeywords: Nur E-Mails mit bestimmten Inhalten.
- -AttachmentKeywords: Nur E-Mails mit bestimmten Anhängen.
Bekannte Einschränkungen beider Methoden
- Beide Methoden erfordern einen separaten 32-Bit-Client-Rechner – dieser muss während des gesamten Exports läufen.
- Deaktivierte Postfächer müssen vor dem Export temporär reaktiviert werden.
- ExMerge ist auf 2 GB pro PST-Datei begrenzt.
- Der Export großer Postfächer kann sehr lange dauern.
- ExMerge ist ab Exchange 2007 SP1 nicht mehr offiziell unterstützt.
Schnellere Alternative: Stellar Converter for EDB
Beide oben beschriebenen Methoden sind zeitaufwändig und erfordern spezifische Hardware- und Software-Voraussetzungen. Eine einfachere Alternative bietet Stellar Converter for EDB.
Die Software liest Exchange EDB-Dateien direkt aus und exportiert Postfächer ohne Exchange Server-Zugriff, ohne separaten Client-Rechner und ohne PowerShell-Kenntnisse.
Funktionen von Stellar Converter for EDB:
- Export in PST, MSG, EML, HTML, RTF oder PDF.
- Direkter Export in einen Live Exchange Server oder Microsoft 365 (früher Office 365).
- Massenexport mehrerer Postfächer gleichzeitig.
- Unterstützt auch deaktivierte und gelöschte Postfächer.
- Keine aktive Exchange-Server-Installation erforderlich.
- Besonders geeignet für Migrationen zu Exchange 2016, 2019 oder Microsoft 365.
Zusammenfassung
Für den Export von Exchange 2007 Postfächern in PST stehen zwei native Methoden zur Verfügung:
- ExMerge: Für einfache Fälle, mit 2-GB-Limit. Nicht mehr offiziell unterstützt ab Exchange 2007 SP1.
- Export-Mailbox (PowerShell): Ab Exchange 2007 SP1. Leistungsstärker, keine Größenbeschränkung, mit Filteroptionen. Erfordert 32-Bit-Client-Rechner.
Beide Methoden sind komplex und erfordern spezifische Voraussetzungen. Für eine unkompliziertere Alternative ohne separate Client-Hardware, ohne PowerShell-Kenntnisse und mit Unterstützung für deaktivierte Postfächer bietet sich Stellar Converter for EDB an.